Kamine & Öfen Geschichte


Die Geschichte der Menschwerdung ist eng mit dem Feuer verbunden. Feuer hat die frühen Menschen geschützt und gewärmt. Schließlich machte es die Nahrung bekömmlicher. Später schmolz es Metall - Feuer war lebensnotwendig.
Aus ersten, primitiven Feuerstellen wurde im Laufe der Zeit schließlich der solide Kamin. Er erlebte im späten Mittelalter seine Blütezeit. Stets prunkte er an einer Wand und war von einem mächtigen Rauchfang gekrönt. Nach und nach ging man dazu über, Kamin und Rauchfang ganz in die Wand zu integrieren. Das Feuer ließ sich so gut versorgen. Für den Rauchabzug war gesorgt. Allein die Heizleistung ließ noch zu wünschen übrig.

 

Von Back-Öfen zu Heiz-Öfen

An anderer Stelle wusste man weit praktischer mit dem Feuer umzugehen und wurde dafür mit einer Entdeckung belohnt. Wo nämlich mit dem Feuer gekocht, und erstmals auch gebacken wurde, ging man dazu über, das offene Feuer praktischerweise mit Ton und Ziegeln zu überbauen. Erste BackKamine & Öfen entstanden. Sie befanden sich meist in der Nähe des Hauses. Als man feststellte, dass ihre Oberfläche die Wärme nicht nur abgab, sondern sie auch speicherte, holte man sie schließlich ins Haus. Der Ofen, in dem eigentlich nur gebacken wurde, heizte nun die Hütten und Häuser.

Doch der Mensch beobachtete weiter und kam zu dem Schluss, dass Kamine & Öfen mit größerer Oberfläche auch mehr Wärme abgaben.

 

Kamine & Öfen in der Neuzeit

Die ersten Ofenbauer versuchten fortan, die Ofenflächen zu vergrößern. Erster Ansatz war der Bau einer zusätzlichen Halbkugel, die den Oberbau des Ofens krönte. Weitere Überlegungen führten dazu, dass sich die Form der Kacheln veränderte. Erste, becherförmige Ofenkacheln entstanden. Die Form dieser Kacheln trug nun wirklich wesentlich dazu bei, dass sich die Oberfläche des Ofens vergrößerte.

Mit der eigentlichen architektonischen Konstruktion des Ofens war man seither recht zufrieden. Der Unterbau, in dem sich das Feuer befand, nahm den größten Raum des Ofens ein. Der Oberbau ragte meist turmförmig darüber auf. War die Wärmeausbeute dieser Kamine & Öfen nun doch schon recht zufriedenstellend, ging man schließlich auch daran, die Kamine & Öfen selbst zu verschönern. Die Kacheln wurden wieder flacher und ihre Vorderseite wurde erstmals mit Motiven versehen. Der Ofen war nun nicht mehr nur Nutzgegenstand, er wurde auch zum Gestaltungselement.

Eine erste gestalterische Blütezeit erlebte der Ofen im 16. Jahrhundert. Der Fayenceofen entstand und zeigte ein nie dagewesenes Bild der Pracht und des Detailreichtums. Groß, farbenprächtig, mit Zierrat, Figuren und Prägungen versehen, zeigten sich der Ofen der Renaissance. Es folgten Barock, Rokoko, Empire Stil, Biedermeier und Jugendstil. Jede architektonische Epoche brachte den für sie typischen Ofen hervor.

 

Kamine & Öfen im 20. Jahrhundert

Sind Ofen und Kunsthandwerk lange Zeit eng verbunden gewesen, so ging die Zeit der äußerlichen Pracht mit Beginn des 20. Jahrhunderts langsam zu Ende. Der Ofen wurde wieder auf seine eigentliche Bestimmung als Wärmequelle reduziert. Modernere Heizsysteme lösten ihn schließlich ganz ab. Der Ofen verschwanden fast vollständig aus den Häusern.
Erst in letzter Zeit geht man vermehrt dazu über, den alten Ofen wieder aufleben zu lassen. Schöne Kamine & Öfen sind wieder im Kommen. Kamine & Öfen liegen voll im Trend. Ob Kaminofen oder Gussofen - heutige Kamine & Öfen bieten optimale Verbrennung und hohen Wirkungsgrad. Zu Zeiten steigender Brennstoffpreise heizen moderne Kamine & Öfen umweltfreundlich mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz.

Er wärmt und fasziniert wie eh und je - und darum ist der Mensch dem Ofen treu geblieben.

 

 

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